Von der Angst zu … Ermutigendes von Arundhati Roy

Corona-Paniken überall? Auch bereitwillige Zustimmung zu Demokratie-Begrenzungen und autoritären Lösungen …

Corona-Paniken überall?

Bericht aus Kolumbien

Bürgerschaftliches Engagement und die Corona-Pandemie: Herausforderungen für die Zivilgesellschaft am Beispiel Kolumbiens

Perspektive aus einem Land im totalen Lockdown: Ich sitze auf dem Balkon unserer Wohnung in Medellín im Stadtteil Laureles …

b-b-e.de/…newsletter-7-goede.pdf

Fragen

1. Wie erlebt Ihr die Einschränkungen in Corona Zeiten im Hinblick auf Demokratisierung und Bürgerbeteiligung?

2. Können neue Kooperations- und Kommunikationsformate der digitalen Räume kompensierende Funktionen übernehmen? Oder bleibt die digitale Kommunikation weiter angewiesen auf Formate der direkten Interaktion?

3. Welche Empfehlung könnten wir an den zukünftigen Stadtrat der LHM abgeben? Wie sollte Zivilgesellschaft unterstützt werden, um Vertrauen und Solidarität zu stärken? …

und:

wie Politik und Gesundheitsinstitutionen es versäumt haben, uns vorzubereiten (von Schutzkleidung bis Infektionsvermeidung)

und wie die gesellschaftlichen und individuellen Folgen des (vermutlich für kurze Zeit richtigen) shut downs und seiner Aufhebung nicht diskutiert werden:

es fehlen mir Kontexte, Einordnungen, Aufklärung und Zukunftsperspektiven bei gleichzeitiger Tabuisierung von Faktoren und Ursache-Wirkungs-Beziehungen (warum keine Vorsorge-Lagerbestände an Schutzkleidung und Betten mehr da?;

privatisiertes, kaputtgespartes Gesundheitssystem; „Helden“ der Arbeit im Prekariat bekommen Applaus statt faire Entlohnung?)

ganz zu Schweigen von einem Mitnehmen der Bürger*innen und Bürger über Überzeugung statt Verbote.

Erst jetzt kommen wir drauf, dass individuelles Verhalten ein maßgeblicher Schlüssel ist zur Infektionsminderung.

Ich finde es auch ganz schlimm, dass die Zivilgesellschaft so entmachtet wird – Versammlungsverbote, Kontaktverbote (in Bayern außerhalb des eigenen Haushaltes! auch bei Einhaltung von Mindestabständen).

Der ökonomische Schock wird für die am existenzbedrohlichsten sein, die schon jetzt zur weniger gut verdienenden und wenig bis Schulden besitzenden Hälfte der Bevölkerung gehören.

Zur privaten Konzern-Universität,

die unsere Paniken steuert: https://www.nachdenkseiten.de/?p=59825 auch anzuhören, Beitrag von Werner Rügemer

Angst - Lernen -Wachstum
Angst – Lernen -Wachstum

Ernüchterndes, ein Vortrag

www.aufstehen-bayern.org/blackrock/

Ermutigendes, von Arundhati Roy, für uns besonders:

„…der Verstand sehnt sich nach einer Rückkehr zur `Normalität´, versucht, unsere Zukunft mit unserer Vergangenheit zu vernähen und
weigert sich, den Riss wahrzunehmen.
Aber der Riss ist da.

Und inmitten dieser furchtbaren Verzweiflung gibt er uns eine Chance, noch einmal über die Weltuntergangsmaschine nachzudenken, die wir für
uns gebaut haben. Nichts wäre schlimmer, als wieder zur Normalität zurückzukehren.

In der Geschichte haben Seuchen Menschen gezwungen, mit der Vergangenheit zu brechen und sich ihre Welt neu zu entwerfen.
Das ist bei dieser Pandemie nicht anders. Sie ist ein Portal, ein Tor zwischen einer Welt und der nächsten.

Wir können uns entscheiden, hindurchzugehen und dabei die Kadaver unserer Vorurteile und unseres Hasses hinter uns herzuschleppen, unsere
Habgier, unsere Datenbanken und toten Ideen, unsere toten Flüsse und verqualmten Himmel.

Oder wir können leichten Schrittes hindurchgehen, mit wenig Gepäck, bereit dazu, uns eine andere Welt vorzustellen. Und bereit, für sie zu kämpfen.“

(aus: DIE ZEIT, Nr. 16 v. 8. April 2020, S. 5; auf Englisch erschienen in „Financial Times“ vom 4. April) Mit besten Osterwünschen, und Dank an Bernd Michl

Birke in der Schwabinger Bucht

www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/200408-Muthesius_Corona_II_Endfassung_NEU.pdf