Wieviel Angst tut uns gut?

Am Beispiel Corona: Wieviel Angst tut uns gut?

Aufstellung* mit anschließender Reflexion

Friedrich Merz hatte sich mit Covid-19 infiziert und die Krankheit – nach eigener Aussage mittels Tagesstrukturierung – gut überstanden. Im Interview gefragt, ob er Angst hatte, verneint er das. Sollen wir ihm das glauben? Wäre Angst in solcher Situation nicht sogar nützlich?

Wann dürfen hochrangige Politiker*innen eigene Angst zugeben? Wann wir Normalbürger*innen? Wie tabuisiert ist das Thema Angst?

Wann ist es gut, Angst zu haben? Oder ist Angst für uns immer negativ konnotiert? Und nur Vorsicht etwas Positives? Wann hemmt und hindert uns die Angst am Leben, wann wird sie zur Krankheit?

Diese und/oder ähnliche Fragen wollen wir durch eine Aufstellung gemeinsam beleuchten und reflektieren.

Themenspender: Christian Zottl, Geschäftsführer Deutsche Angst-Hilfe e.V.

Moderation: Dr. Ruth Sander

Zeit: Mittwoch, 14.10.2020, 18:30 Uhr

Ort: Ökologisches Bildungszentrum München, Englschalkinger Straße 166 (U4 Arabellapark, dann zehn Minuten Fußweg oder Tram 16/17, Bus 154/183/184)

Ihr Beitrag: € 10,00; € 7,00 für Schüler*innen, SGBII-Empfänger*innen, Student*innen

Achtung! Anmeldung per Mail wegen Teilnehmerbegrenzung erforderlich an: schuepphaus@netzwerk-gemeinsinn.net

* Die Nützlichkeit der Aufstellungsmethode wurde ursprünglich von Familientherapeut*innen entdeckt. Inzwischen wird sie auch in beruflichen Beratungssituationen erfolgreich eingesetzt.

Anstatt über das gestellte Thema lediglich zu reden, wird die Situation im Raum abgebildet: Anwesende stellen sich als Rollenträger von System-Aspekten zur Verfügung, die Dynamiken im System werden sichtbar, fühlbar…erlebbar.

In dieser Veranstaltungsreihe versuchen wir, komplexe Themen aufzugreifen und – für unsere westliche Welt – auf ungewohnte Weise gesamtheitlich und sinnlich erfahrbar zu machen, ohne dabei das Aufdecken endgültiger „Wahrheiten“ zu beanspruchen.