wo beginnt rechts?
ForGeRex-Dialog Wissenschaft meets Praxis
10.11.2026 | 15-19 Uhr München
Rechtsextremismus begegnet uns nicht nur in Gewalt und Straftaten, sondern auch im Alltag, vor Ort und online. Wir möchten mit Aktiven aus den Praxiseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen
(Zwischen-) Ergebnisse aus unserer Forschung teilen
und darüber ins Gespräch kommen. Ziel ist ein gegenseitiger Austausch, der Handlungsmöglichkeiten stärkt und demokratisches Engagement vor Ort unterstützt. Lassen Sie uns Herausforderungen, Kernfragen und Gegenstrategien der Auseinandersetzung mit der extremen Rechten 2026 diskutieren! Anmeldung unter forgerex@mrm.uni-augsburg.de
Programm
15:00 Uhr Begrüßung
15:15 Uhr Infomarkt mit Posterausstellung
16:15 Uhr Pause
16:30 Uhr Workshops
17:30 Uhr Pause
17:45 Uhr Plenum – Diskussion über Gegenstrategien
18:30 Uhr Ausklang und Gespräche
gefördert durch … Signets siehe Bild unten
Für die Veranstaltung gilt folgender Einlassvorbehalt: Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören oder der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Das Gleiche gilt für Personen, die bereits in der Vergangenheit durch nationalistische, verschwörungsideologische, rassistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind oder Parteien oder Organisationen angehören, die durch solche Äußerungen in Erscheinung getreten sind.
Rechtsextremismus im Alltag – Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis
Rechtsextremismus zeigt sich nicht nur in Gewalt und Straftaten, sondern wirkt vielfach im professionellen Alltag, in Vereinen, sozialen Einrichtungen, Selbstorganisationen und kommunalen
Debatten. Der Workshop widmet sich der Frage, wie (extrem) rechte Akteur*innen gesellschaftliche Konflikte, Zugehörigkeiten und lokale Deutungen beeinflussen und unter welchen Bedingungen ihre Positionen Anschlussfähigkeit gewinnen.
Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus Forschung und Praxis: Empirische Befunde, Erfahrungen aus der Wissenschaftskommunikation und Fallbeispiele aus den Projekten werden mit Perspek-
tiven zivilgesellschaftlicher Akteur*innen ins Gespräch gebracht.
Gemeinsam soll diskutiert werden, wie Einflussnahmen, Instrumentalisierungen und Andockungen an ausgrenzende oder völkische Narrative erkannt, eingeordnet und demokratische
Handlungsmöglichkeiten vor Ort gestärkt werden können.
Bilder, Narrative, Reichweiten: Aktuelle Kommunikationsstrategien der extremen Rechten
Rechtsextreme Kommunikation hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Soziale Medien, visuelle Kommunikation und die strategische Nutzung von Narrativen prägen heute die Verbreitung rechtsextremer Inhalte. Im Workshop diskutieren wir gemeinsam mit den Praxispartner*innen aktuelle Entwicklungen und historische Kontinuitäten.
Anhand von Beispielen aus Forschung und Praxis sammeln wir Beobachtungen, entwickeln gemeinsame Thesen und reflektieren deren Bedeutung für Forschung und Praxis. Zudem bietet der Workshop Raum für die Bedarfe und Erwartungen der Praxis an die Forschung.
Rechtsextreme Gewalt und Gegenstrategien
Der Workshop beschäftigt sich mit rechtsextremen Gewalttaten in Bayern aus soziologischer, philosophischer, kunstpädagogischer, kriminologischer und politikwissenschaftlicher Perspektive. Mögliche Fragen könnten sein: Wie werden diese Taten aufgefasst, eingeordnet, (nicht) verstanden, von wem und wie erinnert? Welche Deutungen werden dominant, welche werden abgedrängt, leise gedreht, vereinnahmt? Gemeinsam mit den Teilnehmenden wollen wir Umgangsweisen und Gegenstrategien der Politik, Sicherheitsbehörden, der Zivilgesellschaft, sowie künstlerische Interventionen betrachten und diskutieren.

